Dienstag, November 30, 2004

Sitemeter

Ist ja doch interessant zu sehen wie oft die eigene Seite aufgerufen wird.
Sitemeter.com bietet dazu ein nützliches kleines Programm, das so einfach zu verstehen ist, dass sogar ich geschafft habe es auf meiner Seite einzubinden.
Die Ergebnisse sind verblüffend. Gestern habe nichts gepostet und hatte mit Abstand die meisten Zugriffe in den letzten 10 Tagen.
Wenn ich aufhören soll, bitte ich um ein kurzes mail ;-)

Untreue im besonders schweren Fall, Bestechlichkeit und Steuerhinterziehung

wird Karl-Heinz Wildmoser jun. vorgeworfen.
Der Prozess hat heute in München begonnen. (via kurier.at)
Es gilt natürlich die Unschuldsvermutung, aber ich erinnere mich an ein Gespräch mit einem Bekannten, der in der Baubranche tätig ist: Nach seinem Wissenstand sind kleinere oder größere "Vergünstigungen" bei Bauvorhaben ab einer gewissen Größenordung alles andere als die Ausnahme.

Landgericht...

...im Unterschied zu Landesgericht. IG berichtet im Aktenvermerk über die schwierige Informationsbeschaffung bei einem kleinen Gericht.
Wenn die Pläne des Justizministeriums Realität werden, gehören solche Erlebnisse der Vergangenheit an, weil bei den vielgelobten "Eingangsgerichten" kann sowas natürlich nicht vorkommen...

Bundesfinanzgesetz 2005

Ich weiß nicht, ob das ein Zeichen ist, aber als ich versucht habe das BFG 2005 zu öffnen hat sich mein Computer aufgehängt. Für stabilere Systeme: BGBl I 132/2004

Freitag, November 26, 2004

Feurige Mahnung

Heute in der Post eine Mahnung:

" Haben sie den offenen Betrag schon überwiesen, so bitten wir sie, dieses Schreiben als gegenstandslos zu betrachten und es mit dem beigefügten Streichholz zu beseitigen."


Das Zündholz ist aufgeklebt. Das hat was...

Käsebrot für Gläubige

Was sich alles über ebay verkaufen lässt berichtet die Presse.

Mord verjährt nicht

Das musste ein Franzose zur Kenntnis nehmen, der zwischen 1975 und 1979 sieben Menschen ermordet hat. 18 Jahre lautet das Urteil, was bei dem Alter des Täters von 70 Jahren einem Lebenslang gleichkommt. (vie kurier.at)
Auch in Österreich verjährt Mord (§ 75 StGB) nicht, aber nach 20 Jahren kann eine lebenslange Freiheitsstrafe nicht mehr verhängt werden. (§ 57 StGB)

Stalking

Die Presse berichtet über Pläne im Justizministerium "Stalking" als Straftatbestand zu definieren. An absolute Grenzen anzuknüpfen (3-5-7-9-? SMS/mails/Anrufe... pro Tag sind zuviel) halte ich für den falschen Weg. Andererseits läßt eine offene Formulierung eine Grauzone erwarten, die die Einführung überhaupt fraglich macht.
IG hat sich darüber hier ja schon seine Gedanken gemacht, die ich 100%ig teile.

Mittwoch, November 24, 2004

Wer so mit Worten zaubern kann

Aus meinem Schreiben an eine Versicherung:

"Ich bitte die Überweisung auf eines meiner unten stehenden Konten bis längstens 22.11.2004 zu überweisen"

Es ist bis jetzt kein Geld gekommen; Die haben wahrscheinlich nicht gewußt, was ich will...

Teurer Schotter

Ich habe für einen Mandanten aus einer Rechnung den Restbetrag von € 9.779,-- eingeklagt. Heute bekomme ich einen Schriftsatz in dem der Beklagte eine interessante Einwendung macht:

Zum Abschluss der Arbeit meines Mandanten war noch die Lieferung einer Fuhre Schotter vereinbart. Angeblich wurde aber nur eine halbe LKW-Fuhre geliefert. Daher war der Beklagte gezwungen eine weitere Ladung Schotter "herbeizuschaffen". Dadurch sind Kosten entstanden, die zumindest den Klagsbetrag erreichen und daher aufrechnungsweise eingewandt werden.

Ein LKW voll Schotter um € 9.779,--. Nicht schlecht - ich wechsle in die Schotter-Branche. Adieu liebe Leser !

Dienstag, November 23, 2004

Spam am Morgen

Diese E-Mail wurde automatisch generiert.
Mehr Information erhalten Sie unter http://www.befree.ch


-------
Folgende Fehler wurden aufgezeichnet:

177.225.123.30_failed_after_I_sent_the_message.
# 167: Giving_up_on_177.225.123.30.
# 329: MAILBOX NOT FOUND
# 134: mailbox_unavailable
# 304: This_account_has_been_discontinued_[#341].

STOP mailer
-------

Aus Datenschutzrechtlichen Gründen, darf die vollständige E-Mail incl. Daten nur angehängt werden. Wir bitten Sie, dieses zu berücksichtigen.

Automatic-Mail.Config#: [befree]



*-*-* Anti_Virus: Es wurde kein Virus gefunden
*-*-* WLP- Anti_Virus Service



So stehts geschrieben und offenbar gibt es genug, die darauf hereinfallen und den Anhang öffnen. Ich schwanke immer zwischen ärgern und schmunzeln (...aus datenschutzrechtlichen Gründen...).

2748 Kläger

In einem von den Salzburger Nachrichten als "Prozessmonster" bezeichneten Verfahren vor dem Landesgericht Salzburg geht es um € 127 Mio.
Ehemalige Anleger wollen von der Hausbank der WEB Schadenersatz, weil sie es unterlassen hat den Geldhahn rechtzeitig abzudrehen, obwohl die Verantwortlichen gewusst hätten, dass Zahlungsunfähigkeit vorgelegen und das Unternehmen nur durch vertragswidrige Verwendung der Anlegergelder am Leben gehalten worden sei.
Kompliziert ist dieses Verfahren in jede Richtung. Rechtlich sowieso, aber vorweg wird es wohl gar nicht so leicht sein ein vernünftiges Prozedere festzulegen. Davon werden wir wohl in den nächsten Monaten und Jahren noch einiges hören.
(auch auf orf.at oder kurier.at)

Filesharer zahlen

Nämlich € 4.000,-- in 14 außergerichtlich erledigten Fällen.
Mich würde interessieren welche Datenmengen da tatsächlich in Umlauf gebracht wurden.
Darüber berichtet aber weder der Kurier, noch die Presse und leider nicht mal die Presseaussendung der IFPI.

Montag, November 22, 2004

Yad Vashem

Die Gedenkstätte hat sich zum Ziel gesetzt, den Holocaust-Opfern ein Denkmal zu setzen und ihnen Namen zu geben, damit sie nicht in Vergessenheit geraten.

Der Bericht:
kurier.at
Der Link:
yadvashem.org

Hätte mich auch gewundert...

...wenn der Verfassungs-Konvent den "großen Wurf" geschafft hätte. Es wird bei der österreichischen Lösung bleiben; Nichts wesentliches verändert und Schuld sind die jeweils anderen.
(orf.at)

Freitag, November 19, 2004

Zivilverfahrensnovelle 2004

BGBl I 128/2004

Änderungen vorallem betreffend Verfahrenshilfe.
Teile treten bereits am 1.12.2004 in Kraft.

Streik oder nicht Streik...

Wie die Presse berichtet wollen die Richter im ersten Halbjahr 2005 fünf Wochen lang nicht verhandeln. Damit wollen sie 150 zusätzliche Planstellen durchsetzen.
Auch in den Salzburger Nachrichten findet sich dazu ein Artikel. Dort sagt Klaus Schröder, Vorsitzender der Sektion Richter und Staatsanwälte in der Beamtengewerkschaft (GÖD) es handle sich um keinen Streik.

In dieser Zeit sollen nur alte Akten aufgearbeitet und ausstehende Urteile ausgefertigt werden. Ich bin mir nicht sicher, ob das wirklich mittelfristig betrachtet zu einem Anstieg der Verfahrensdauer führt, denn irgendwann hätten "alte Akten" sowieso erledigt werden müssen.

Schön, wenn man keine anderen Sorgen hat

Wilfried Seipel, Direktor des Kunsthistorischen Museums, hat Otto Habsburg als "kaiserliche Hoheit" begrüßt (kurier.at). Das reicht in Österreich schon für einen Sturm im Wasserglas.

Schön, dass in die Frau Bundesminister "auf die einschlägigen Bestimmungen" des Habsburgergesetzes sowie des Gesetzes über die Aufhebung des Adels, der weltlichen Ritter- und Damenorden und gewisser Titel und Würden(§ 1 und § 2) hingewiesen hat. Man hört ja wirklich viel zu wenig von diesen Gesetzen.

Donnerstag, November 18, 2004

115 dB um 3:30

Solcher Disco-Lärm widerspricht dem Recht auf Privatleben und der Unverletzlichkeit der Wohnung.
Über eine Entscheidung des Straßburger Gerichtshof für Menschenrechte berichten die Salzburger Nachrichten.

Noch immer Unangemessen

Heute nimmt sich auch orf.at des Seilbahnunfalls in Sölden an, wobei die Kernaussage völlig richtigerweise lautet: Kann schon sein, dass Schadenersatz zu leisten ist, aber bei weitem nicht das, was sich der deutsche Anwalt vorstellt.
Aber es ist schon toll, wie man sich mit solchen Ansagen in den Medien halten kann.

Mittwoch, November 17, 2004

Lustig arbeitsunlustig

Völlig zurecht berichtet der ORF über einen Prozeß gegen einen überforderten Rechtspfleger unter der Rubrik "skurril".
Die Verteidigungslinie, dass er allgemein sehr entscheidungsschwach sei und daher gar nicht anders gekonnt habe, als jahrelang Akten nicht zu bearbeiten, ist schon eher gruselig.

Unangemessen

Über das Seilbahnunglück (nachdem, soweit mir bekannt, niemand ernsthaft verletzt wurde, ist der Ausdruck Unfall vielleicht passender) in Sölden war ja in den letzten Tagen genug zu lesen.
Auch ein Tummelplatz für findige Juristen. Ein deutscher Kollege meint, dass für die Stunden in der Gondel "ein fünfstelliger Betrag" angemessen sei.
Die Presse berichtet darüber und verweist - völlig zu Recht - auf das Omofuma-Urteil über das ich hier berichtet habe.
Angemessen scheint mir hier ein unangemessener Ausdruck

Dienstag, November 16, 2004

Lügfix

So der Name des Sehers, der im Dorf von Asterix sein Unwesen treibt. Er liest besonders gut aus Goldmünzen (zur Not gehen auch gebratene Wildschweine).
Ein direkter Nachfahre hat nun in Wien versucht, an die Erfolge seines Vorgängers anzuknüpfen. Ergebnis: 7 Monate bedingt (via orf.at)

Fingerabdruck im Pass

Wie die Presse berichtet, bröselt der österreichische Widerstand gegen die Aufnahme der Fingerabdrücke in den Reisepass.
Natürlich kann man wieder sagen: "Mein Gott, ich hab' ja nichts zu verbergen, ist doch egal, ob die Fingerabdrücke auch noch abrufbar sind."
Aber wo endet diese Entwicklung ?

Strafrechtliches Entschädigungsgesetz 2005

Nachdem der bisherige Gesetzestext ( § 2 "...und der Verdacht...entkräftet ist ) eine restriktive Anwendung nahe gelegt hat, die sich erst in den letzten Jahren etwas gemildert hat, tritt am 1.1.2005 das Bundesgesetz über den Ersatz von Schäden aufgrund einer strafgerichtlichen Anhaltung oder Verurteilung in Kraft.
Damit ist der Zugang zu einer Haftentschädigung wesentlich erleichtert.

Freitag, November 12, 2004

Ich fühle mich so leer...

...sagte der Einspruch zu seinem Verfasser. Aber nicht doch, sprach dieser, ich habe doch auf das heftigste bestritten, dass die Klage berechtigt ist. Und was ist mit § 239 ZPO, erwiderte der Einspruch. Ach das...

Vorhang

Gegen einen Zahlungsbefehl kann man binnen 4 Wochen Einspruch erheben. Dieser Einspruch hat den Inhalt einer Klagebeantwortung zu haben (§ 248 ZPO). Was in einer solchen enthalten sein muß regelt § 239 ZPO.
Nämlich ua.:
Sie hat ein bestimmtes Begehren zu enthalten und, soweit der Klagsanspruch bestritten wird, Anträge gestellt und Einreden erhoben werden, dieTatsachen und Umstände, auf welche sich die Einwendungen, Anträge und Einreden der beklagten Partei gründen, im Einzelnen kurz undvollständig anzugeben sowie die Beweismittel, deren sich der Beklagte zum Nachweis seiner tatsächlichen Behauptungen bei der Verhandlung zu bedienen beabsichtigt, im Einzelnen genau zu bezeichnen.


Die Rechtsprechung nimmt das nicht besonders ernst und lässt auch nach der ZPO Novelle 2002 "leere" Einsprüche zu.
Einen besonders schön leeren habe ich heute bekommen:
"Der Klagsanspruch wird lediglich dem Grunde nach bestritten. Die Ausführungen der klagenden Partei überzeugen nicht.
Beweis: Parteienvernehmung, weitere Beweise vorbehalten." ENDE

Aja, jetzt ist alles klar, ich überlege die Klage zurückzuziehen, da ich nicht überzeugend genug war.





Entgleisung im Kindergarten

Die gewählten Volksvertreter sind ja bekanntermaßen zart besaitet. Ein Eklat (?) hat sich gestern im Parlament ereignet, berichtet der Kurier.
Was soll man dazu noch sagen; Selten hatten es die Kabarettisten so leicht wie heute.

Arafat

Über seinen Tod berichten alle Medien, sodass ein gesonderter Hinweis auf dieses Ereignis hinfällig ist.
Nicht der Tod selbst, sondern die Berichterstattung darüber ist Thema im BildBlog.

Donnerstag, November 11, 2004

Die Super-Instanz

Richterpräsidentin Barbara Helige wendet sich in den Salzburger Nachrichten gegen den Verfassungsgerichtshof als "Super-Instanz", bei dem auch die Urteile anderer Höchstgerichte auf ihre Verfassungsmäßigkeit überprüft werden könnten.
Derartige Vorschläge gibt es im Österreich Konvent, dessen Zielsetzung die Reform der österreichischen Verfassung ist.
Wer sich durch die Vielzahl der "Positionspapiere" zu den verschiedensten Themen im Konvent klicken will, sollte hier beginnen.

Mittwoch, November 10, 2004

Hallo alter Freund

Unbedingt lesen !
Die Handakte zitiert aus einem Testament.

Nicht Vergleichbares

Heute am Vormittag habe ich ein Verfahren verglichen, bei dem die Positionen derart meilenweit auseinander waren, dass man nicht von einem Vergleich, sondern von einem Wunder sprechen kann.
Danke an den Richter, der die Sache in vernünftige Bahnen gelenkt hat.

Dienstag, November 09, 2004

Alchemie

Vermeintliche Betrüger wurden im Keller von den Geschädigten gefoltert (via ORF.at). Was ich an dem Bericht wirklich bemerkenswert finde, ist folgende Passage:

" Man erzählte einigen Slowenen, wenn man Geldscheine mit schwarzem Papier und einer bestimmten Chemikalie 48 Stunden in Staniolpapier einwickelt, würden aus dem schwarzen Papier Geldscheine. Die gutgläubigen Slowenen gaben der Bande daraufhin eine höhere Geldsumme; die Betrüger machten sich mit den Scheinen prompt aus dem Staub."

Alchemie der etwas anderen Art.
Unter vernünftigen Menschen an der Grenze zum absolut untauglichen Versuch.





Fax mit Tücken

Udo hat hier ja über einen möglicherweise extrem teuren Fehler ($ 100.000.000,--) berichtet, der sich bei einer Faxübertragung eingeschlichen hat.

Der OGH hatte sich auch mit dem Thema Fax zu beschäftigen (10Ob 34/04d). Es war nur die erste Seite eines Revisionsrekurses beim Gericht angekommen. Soweit nicht ein technischer Fehler beim Empfangsgerät nachgewiesen werden kann, trägt dieses Risiko der Absender. Eine Verbesserung ist nicht möglich, weil damit die Rechtsmittelfristen ausgehöhlt würden. Die Entscheidung schweigt leider darüber, ob auf dem mehrmals erwähnten Sendebericht die Übertragung einer oder mehrerer Seiten aufscheint. Unser Faxgerät gibt jedenfalls Auskunft darüber, ob und wieviele Seiten durchgekommen sind.

Noch ein Stolperstein: Bedingte Vergleiche (man vergleicht sich unter der Bedingung, dass nicht binnen einer gewissen Frist der Vergleich widerrufen wird), werden oft mit folgendem Wortlaut geschlossen:"Der Vergleich wird rechtswirksam, wenn er nicht bis längstens ... (Datum der Postaufgabe) widerrufen wird ."
Nachdem man bei einem Fax nichts "zur Post gibt" wahrt es die Frist nicht. So angeblich das Landesgericht Wr. Neustadt (ich habe die Entscheidung von einer Richterin des Bezirksgerichtes Wr. Neustadt erzählt bekommen, die an diesem Verfahren beteiligt war). Das halte ich für kleinlich und schlicht und einfach falsch, aber sicher ist sicher - ich schicke einen Widerruf nur mehr eingeschrieben per Post.

Montag, November 08, 2004

Heimarbeit

Die Zeiten werden härter; Die Akademikerarbeitslosikeit nimmt zu. Liest man überall.
Dazu passt ein Inserat, das ich heute im Anwaltsblatt gelesen habe:

"Dr. iur sucht Heimarbeit (Wie etwa: Suchen von Entscheidungen in der RDB (Rechtsdatenbank); Sondieren von Sach- und Rechtslagen).
Zuschriften bitte an den Verlag unter Chiffre A....."

Oder auch getreu dem Spruch frustrierter Anwälte: Es wäre so ein schöner Beruf, wenn nur die Klienten nicht wären...

Samstag, November 06, 2004

Wertlos

Isodur fragt , wie es denn so in Österreich mit dem Verkauf wertloser Produkte steht.

Dazu lohnt das Studium des § 934 ABGB (Verkürzung über die Hälfte, oder - obwohl Latein - bekannter: laesio enormis). Wenn also, einfach gesagt, man etwas , das 49 Wert ist um 100 kauft, dann hat man die Möglichkeit diesen Vetrag nach § 934 ABGB anzufechten.

Eine andere Möglichkeit eröffnet § 871 ABGB. Eine wesentliche Eigenschaft einer Sache, über die man irren kann, ist auch ihr Wert. Um den Vertrag anfechtbar zu machen, muss aber der Irrtum vom Vertragspartner (oder ihm zurechenbaren Personen) veranlasst sein, bzw. ihm aus den Umständen offenbar auffallen, oder noch rechtzeitig aufgeklärt worden sein (bevor er im Vertrauen auf die Gültigkeit des Vertrages disponiert hat).

In diese Richtung geht auch § 870 ABGB. Wer überlistet wird, der ist nicht "verbunden" den Vertrag zu halten.

Übrigens: Ist nicht das Deutsch der Urfassung (1811 - § 934) wunderbar.

Freitag, November 05, 2004

Stasi-Methoden

Davon spricht Udo Jesionek, Mitglied des Menschenrechtsbeirates, im Zusammenhang mit den Ermittlungen gegen den Asylanwalt Georg Bürstmayr. Die Presse zitiert ihn so:

"Ich hoffe für den Minister, dass er von den Erhebungen nichts gewusst hat. Das wäre sehr ungut. Wenn es Weisung gab, das Leben zu durchforsten, um etwas zu finden, was gegen Bürstmayr verwendet werden kann, wären das ärgste Stasi-Methoden."

Dem ist nichts hinzuzufügen.

Spam = 9 Jahre Haft

Wenn es nach den Geschworenen in einem Prozeß in den USA geht. Der Vorwurf lautete: Spam und Verkauf wertloser Produkte. (via orf.at)

Die Handakte nennt auch noch eine andere Quelle.

Zum Thema wertlose Produkte zahlt sich übrigens auch ein Streifzug durch die diversen Shoppingkanäle aus...aber das nur nebenbei.

Unter 900...

...Verkehrstote soll es heuer geben in Österreich, berichtet der Kurier.
Das wäre eine deutliche Senkung gegenüber den Vorjahren.
Dabei wird einem wieder bewußt, wie gefährdet man als Verkehrsteilnehmer ist, denn unter 900 bedeutet noch immer deutlich mehr als 2 Tote pro Tag.

Mittwoch, November 03, 2004

Centquinquagintmilliatillion

Margaret weist in ihrem Blog auf eine Seite hin, die aus Zahlen Zahlwörter macht.

Definitiv aus der Rubrik "Sonstiges", aber echt witzig/interessant.

Versteigerung oder nicht ?

Der BGH in Deutschland hat entschieden (Pressemitteilung), dass es sich bei "Versteigerungen" bei ebay nicht um Versteigerungen im herkömmlichen Sinn handelt, sondern um "Kaufverträge zum Höchstgebot". Darüber berichten eine Vielzahl von deutschen Kollegen (am besten überschaubar bei jurablogs.de).
Warum das wichtig ist ?
Weil dann die Regeln des Fernabsatzes gelten, die insbesonders Konsumenten umfangreiche Rücktrittsrechte einräumen und zwar in Deutschland sehr ähnlich wie in Österreich( §§ 5a ff KSchG).
Der VKI vermutet (auf kurier.at) wohl zurecht, dass diese Entscheidung "Leitfunktion" haben wird.

Verfall

...von Handywertkartenguthaben (ob es der Ausdruck auch mal in den Duden schaffen wird) war hier ja schon Thema.
Wie ich mir gedacht habe, müssen nun auch die anderen Mobilfunkbetreiber d'ran glauben. Bericht in der Presse.
Inzwischen habe ich auch die Entscheidung 4 Ob 112/04f im Volltext gefunden.

Wundersame Wesen

Gestern habe ich mit einem lieben Kollegen geplaudert, der mir eine Perle des Kanzleialltags "überlassen" hat.
Als Beilage zu einem Schreiben hatte er diktiert: "Briefdoppel". Seine Sekretärin hat daraus etwas gemacht, das eher klingt, wie eine vom Aussterben bedrohte Lurchart, nämlich: "Fristmoppel".

Die üblichen Verschreiber sind weit weniger charmant...(halte ich fest, das -aarrghh)

Dienstag, November 02, 2004

Allerseelen

Ich hatte heute um 13:00 eine Haftverhandlung am Landesgericht Wr. Neustadt. Das Gericht war wie ausgestorben. Nachdem heute so ein halber Feiertag (Allerseelen) ist, war bei den meisten offenbar Mittags Schluß.

Übrigens: Morgen wird vormittags wird gestreikt bei den Gerichten... (kurier.at)

Montag, November 01, 2004

Beijing

Olympische Spiele 2008
Kriegszustand 2004