Sonntag, August 08, 2004

Nicht nachvollziehbar...

...ist für mich die Berichterstattung über das (Zivil)Urteil im Fall Omofuma.
Im Kurier, der auch in anderen Medien jeweils als Quelle genannt wird, steht folgendes widersprüchliches:"Die Angehörigen von Marcus Omofuma bekamen 10.000 Euro zugesprochen." und gleich danach:"Es handelt sich um Schmerzensgeld. Um Schadenersatz, der in die Verlassenschaft wanderte."
Also was jetzt ?
Wurde Schmerzengeld für Omofuma (dessen Verlassenschaft) eingeklagt, dann ist für mich der Zuspruch völlig unnachvollziehbar hoch. Die ,wenngleich nur eine Faustregel darstellenden Schmerzengeldätze, sehen für einen Tag schwere Schmerzen üblicherweise ca € 300,-- vor. Näheres auf Seite 5 des Anwaltsblattes 2004. 300.-- zu 10.000,-- ??
Wenn der Schockschaden der Angehörigen geltend gemacht wurde, dann sind die € 10.000,-- durchaus im Rahmen. Dass es nicht €100.000,-- sein würden, hätte man bei Studium der letzten Entscheidungen (zB.:2Ob141/04f) zu diesem Thema absehen können.
UND:Der überwiegende Teil, wenn nicht alles, wird sowieso für die Kosten d'raufgehen.
Sobald ich die Entscheidung im Volltext finde, folgt ein Kommentar.