Freitag, Juni 11, 2004

Amtsdeutsch

Eigentlich bin ich ja heute gar nicht in der Kanzlei, aber ein Schriftsatz hat mich doch zu einer Kurzvisite gezwungen.
Nebenbei habe ich die Post durchgesehen und bin auf folgendes Juwel gestoßen: Ein Anwalt schreibt mir: "In vorangeführter Angelegenheit nehme ich Bezug auf Ihr Schreiben vom 4.6.2004 und erlaube mir vorweg zur Festhaltung zu bringen, dass mein Mandant interessiert wäre, dass das Bringungsrecht in der von Ihnen beschriebenen Modalität einer Verbücherung zugeführt wird."
Schön, wie einfach und verständlich das formuliert ist. Wobei ich da durchaus selbstkritisch bin; Wenn ich manchmal meine Briefe nach einer gewissen Zeit lese, kommt mir ebenfalls hie und da das Grauen. Also lieber Kollege, nichts für ungut und bei allernächster Gelegenheit werde ich vor der eigenen Türe kehren.

2 Comments:

At 3:02 nachm., Anonymous Anonym said...

Das Schweizer Bundesgericht kennt auch Worte, die mir im Deutschen unbekannt waren:

"Die Kosten des bundesgerichtlichen Verfahrens wären an sich der unterliegenden Beschwerdeführerin zu überbinden (Art. 156 Abs. 1 OG)."

 
At 9:10 vorm., Blogger APOLLINE said...

Gutes Gewebeblog. Sie machen eine gute Aufgabe.
Hier ist meine Web-Seite Versicherung
Es ist alle ungefähr Versicherung

 

Kommentar veröffentlichen

<< Home